Plasy

Herzog Vladislav II. stiftete 1144/1146 in einem malerischen Tal des Flusses Střela die Abtei Plasy (Plass) als eines der ältesten Zisterzienserklöster Böhmens. Mönche aus dem fränkischen Langheim (Tochterkloster von Ebrach, Primarabtei Morimond) besiedelten Plass/Plasy und bauten Schritt für Schritt einen Klosterbetrieb mit mehr als 50 Dörfern, Wirtschaftshöfen, Mühlen und anderen Gütern auf. Die Hussitische Revolution in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts konnte der Klostergemeinschaft nichts anhaben, obwohl die Gebäude der Abtei ausgebrannt und fast alle Güter in der Folgezeit vereinnahmt wurden. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg begann eine neue Blütezeit, die untrennbar mit den Namen der Barockäbte Trojer und Tyttl (1681-1738) verbunden ist. Der sumpfige Boden, auf dem das Kloster traditionell gegründet worden war, forderte für den mächtigen Barockneubau eine Substruktion aus Eichenholzpfählen, die dauerhaft gewässert werden musste. Bis heute landschaftsprägend sind die in dieser Zeit ebenfalls neu erbauten stattlichen Wirtschaftshöfe.
Mit der Aufhebung des Klosters im Jahre 1785 endete das Wirken der Mönche auf dem Plasser Gebiet. Ihre Spuren sind bis heute in der Landschaft ablesbar.