Altenberg

Gründungsdatum: 1133 (Ordnungsnummer 70 n. Janauschek)

Auflösungsdatum: 1803

Filiation/Mutterkloster: Kloster Morimond

Tochterkloster: Kloster Mariental (1143), Kloster Łekno (1143) und 6 weitere Klöster

Die historische Kulturlandschaft des 1133 aus der Filiation Morimond gegründeten Zisterzienserklosters Altenberg ist in Form einer Vielzahl von Elementen und Strukturen erhalten bis hin zu Wegebeziehungen, Gräben, Hohlwegen und Kleindenkmälern. Dem von den Grafen von Berge gestifteten Zisterzienserkloster übergaben diese ihren alten Stammsitz, die Burg Berge samt den umliegenden Ländereien (sog. Hereditas Berge). Die Eigenbewirtschaftung der Mönche und Autarkie der Zisterzienser setzte Werk- und Gewerbestätten, Mühlen und Fischteiche voraus. Dem Wasser kam somit eine große Bedeutung als Antriebskraft für Mühlen sowie als Grundlage für die Fischwirtschaft zu. Besonders gut erlebbar ist die klösterliche Wassernutzung im Bereich des Pfengstbachtales, in dem heute noch vier Teiche bewirtschaftet werden. Das Wirtschaftsnetz der Zisterzienserabtei war ein weitreichendes. Es bestand aus zahlreichen Höfen und kleineren Ländereien, Weingütern sowie städtischem Besitz. Unter den klostereigenen Stadthöfen in Bonn, Koblenz, Poppelsdorf und Boppard, war der Kölner Stadthof der bedeutendste. Bei der Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen stand neben dem Weinbau der Getreideanbau im Vordergrund. Die Grangien, also die klösterlichen Wirt-schaftshöfe, hatten eine durchschnittliche Größe von 150 Hektar, was für damalige Verhältnisse außerordentlich groß war und zeigten als typische Parzellenstruktur eine Blockflur. Der Altenberger Dom, die ehemalige Klosterkirche, diente bis 1511 als Grablege der Grafen und Herzöge von Berg sowie der Herzöge von Jülich-Berg. Als solche wurde die Klosterkirche in Nachfolge des romanischen Vorgängerbaus zwischen 1255-1379 in einheitlichem gotischem Stil neu erbaut und nach der Teilzerstörung zwischen 1835 und 1847 wiederhergestellt.

Autor: Cisterscapes /Abbildung: Georg Osterwald, Altenberger Dom von Westen, um 1855/Köln Stadtmuseum

http://www.altenberger-dom.de/