Cîteaux

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Abtei Cîteaux, (c)monuments historiques

Gründungsdatum: 1098 (Ordnungsnummer 1 n. Janauschek)

Auflösungsdatum: 1790, Wiederbelebung 1898

Filiation / Mutterkloster: Ursprungskloster aller Zisterzienser

Tochterklöster: La Ferté, Pontigny, Clairvaux, Morimond und 24 weitere Klöster

Die Gründung der ersten Zisterzienserabtei erfolgte über den Benediktinerabt Robert von Molesme im Jahre 1098 mit Unterstützung von Herzog Odo I. im Tal der Saône im Herzen Burgunds. Zwischen 1109 und 1133 führte Stephan Harding die Abtei. Er verfasste die Carta Caritatis, eine eigene Ordensverfassung, die sich von den Benediktinern absetzte. Das Kloster übernahm schon bald den Ortsnamen Cistercium. 1112/1113 trat Bernhard von Clairvaux mit 30 Gefährten in das Kloster Cîteaux ein. Von dort  ausgehend wurden zwischen 1113 und 1115 die vier Primarabteien La Ferté, Pontigny, Morimond und Clairvaux, später noch viele weitere Tochterklöster gegründet. Um 1300 gab es europaweit etwa 630 Zisterzienser-Klöster. Die meisten deutschen Filiationen erfolgten über die Primarabtei Morimond.

Während der Französischen Revolution wurde die Abtei Cîteaux enteignet, 1791 verkauft, aufgelöst und in den folgenden Jahren ausgeplündert und weitgehend zerstört. Auch die Kirche, die die Gräber der ersten burgundischen Herzöge enthielt, besteht nicht mehr.

Die Wiederbesiedlung der Abtei erfolgte 1898 mit Mönchen aus La Trappe und Sept-Fons aus dem Zisterzienserorden der strengeren Observanz (Trappisten). Heute leben rund 35 Mönche dort. Von den historischen Bauten sind eine Bibliothek aus dem 15. Jahrhundert, die in den letzten Jahren aufwendig renoviert wurde, und ein Verwaltungsgebäude aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Kirche, Kreuzgang und alle weiteren Gebäude sind jüngeren Datums. Die weitläufige Anlage mit einer ausgedehnten Landwirtschaft ist von Wäldern und Feldern umgeben. Die Mönche bewirtschaften heute das 400 Hektar große landwirtschaftliche Gehöft.