Vyšší Brod

Foto: MAS Rozkvět, z.s.

Gründungsdatum: 1259 (Ordnungsnummer 658 n. Janauschek)

Auflösungsdatum: 1941, Wiederbelebung 1991

Filiation / Mutterkloster: Morimond-Ebrach / Kloster Wilhering

Tochterkloster: /

Kloster Vyšší Brod wurde durch den böhmischen Oberstmarschall Wok von Rosenberg gegründet. Die Abtei liegt im Tal der Moldau, westlich der Einmündung der Menší Vltavice. Seit ihrer Gründung ist sie ein geistliches und kulturelles Zentrum Südböhmens und prägte durch Waldbau, Fischzucht und Bergbau die Region. Eine Besonderheit ist die Fortsetzung der Landschaftsprägung im 19. Jahrhundert durch den Eisenbahnbau.

Die Klosterlandschaft von Vyšší Brod gehört historisch zur Filiationslinie Morimond. Heutzutage sind noch immer die typischen Merkmale der Zisterzienserlandschaft zu sehen – aktiver Umgang mit den Wasserressourcen und Selbstversorgungswirtschaft, Zeichen des Einflusses der ursprünglichen Gründung und der Geschichte, die sie durchlief (Prinzip der Vielfalt in der Einheit).

Die Gründungsurkunde des bedeutendsten tschechischen Adelsgeschlechts Rožmberk war nicht nur für die Kolonisierung, sondern auch für die Staatsbildung von Bedeutung; die Klosterlandschaft von Vyšší Brod, im südlichsten Zipfel Böhmens gelegen, bildet bis heute die Grenze zwischen Tschechien und Österreich.

Die Abtei Vyšebrod und in der Folge auch andere Besitzungen und Ländereien bestanden aus einer Reihe von weit verstreuten Dörfern in Südböhmen. Die einzigen größeren Siedlungen sind hier die Städte Vyšší Brod und Hořice na Šumavě. Gleichzeitig bedeutet die Zerstreuung der Höfe die Vielfältigkeit dieser Landschaft – wir finden hier sowohl die Lage des ursprünglichen Klosterwaldes, dessen überwiegend bergiges Gelände eine größere wirtschaftliche Nutzung verhindert, als auch das flache Teichgebiet bei České Budějovice sowie landwirtschaftliche Güter im hügeligen Vorland, die sich für Ackerbau und Obstanbau eignen.

Trotz der vorausgegangenen politischen Aufhebung des Klosters (1941-1945 und 1950-1990) und der Vertreibung der Bevölkerung in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Kloster Vyšší Brod bis heute das einzige funktionierende Zisterzienserkloster in der Tschechischen Republik und verwaltet einen Teil der historischen Klosterlandschaft, Wälder, Teiche und Ländereien.

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