Im Rahmen der aktuellen LEADER TNC III Kooperation fand am 10. und 11. September 2026 das Internationale Landschaftssymposium in der Cisterscapes-Klosterlandschaft Velehrad in Mähren statt. Wissenschaftler und Fachleute aus Österreich, Deutschland, Polen, Portugal und Tschechien stellen ihre Forschungsergebnisse zum Thema „Brüche und Kontinuitäten in der Entwicklung der Kulturlandschaft“ anhand lokaler Beispiele vor. Dabei ging es zum einen darum, die Gründe für markante Brüche aufzuzeigen, aber auch Wege, wie früher und heute das kulturlandschaftliche Erbe neu in wert gesetzt wurde und wird. Spannend waren insbesondere die Vergleiche zwischen der Landschaftsprägung der Zisterzienser mit denen der Benediktiner und Prämonstratenser. Hier zeigten sich durchaus viele Parallelen, wobei die Zisterzienser-Landschaft bis heute nicht nur die größte Vielfalt an Elementen aufweist, sondern auch - und das ist ihr Alleinstellungsmerkmal - einen deutlich erkennbaren und sich über ganz Europa erstreckenden Typus von Landschaft darstellt. Die rund 50 Teilnehmer aus sieben Ländern, darunter Partner aus 11 Cisterscapes-Stätten, konnten im Rahmen einer halbtätigen Exkursion und mit fachkundiger Expertise natürlich auch die Kulturlandschaft von Velehrad erleben. Diese klimatisch begünstigte, hügelige und mit zahlreichen Obstbäumen und Weinbergen überzogene Region trägt zu Recht den Beinamen „Mährische Toskana“, weswegen ein Besuch bei lokalen Winzern selbstverständlich auch am Programm stand. Die Tagung war insgesamt ein großer Erfolg, gerade auch was die Stärkung der Zusammenarbeit im Netzwerk und mit anderen europäischen Partnern betrifft.
Die Veranstaltung fand in Kooperation von Cisterscapes/Landkreis Bamberg, der Stadt Velehrad und der MAS Buchlov statt.
Foto: Cisterscapes/Landkreis Bamberg


