Mit der Eröffnung des neuen Cisterscapes-Besucherzentrums im Alten Rathaus wurde am 25. Juni ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Stadtgemeinde Zwettl, das Stift Zwettl und die gesamte Region gesetzt. Das Besucherzentrum macht die Zwettler Klosterlandschaft auf moderne und interaktive Weise erlebbar und dient künftig als Ausgangspunkt, um das europäische Kulturerbe vor Ort zu entdecken.

In den Ansprachen wurde die Bedeutung des europäischen Netzwerks Cisterscapes hervorgehoben, das die historischen Klosterlandschaften Europas miteinander verbindet. Ein besonderer Dank galt allen Projektpartnern und jenen, die das Besucherzentrum in den vergangenen Jahren maßgeblich entwickelt haben – allen voran Stiftsarchivar Dr. Andreas Gamerith und Stadtarchivarin Elisabeth Moll.

Bürgermeister LAbg. ÖkR Franz Mold erklärt: „Cisterscapes macht sichtbar, dass Zwettl Teil eines europäischen Netzwerks von Kulturlandschaften ist und damit eine bedeutende Rolle im gemeinsamen kulturellen Erbe Europas einnimmt.“

Vizebürgermeister Alexander Leutgeb, Pater Paulus Nüss, Bürgermeister Franz Mold, Marta Krejčíčková, Andreas Gamerith, Eva Mayer und Elisabeth Moll freuten sich über die Eröffnung des neuen Cisterscapes Besucherzentrums.

Bärenhaut digital erleben

Das neue Besucherzentrum lädt dazu ein, genau diese Zusammenhänge nicht nur zu verstehen, sondern auch unmittelbar zu erleben. Die moderne Ausstellung im Alten Rathaus ist dabei in drei klar strukturierte Räume gegliedert.

Im vorderen Bereich wird das Phänomen der zisterziensischen Klosterlandschaften in Europa sichtbar gemacht, ebenso die Einbettung Zwettls in das internationale Cisterscapes-Netzwerk und die Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerklöstern.

Der Mittelraum widmet sich in multimedialer Form vor allem den Teichen und dem europäischen Kulturerbesiegel. Auf Knopfdruck können Besucher ausgewählte Filme abrufen, die die Bedeutung der Teichwirtschaft und die Rolle des Stiftes Zwettl als einer der frühesten Pioniere der Karpfenteichwirtschaft im Waldviertel veranschaulichen. Die Kinderecke lädt die jüngsten ein, sich spielerisch mit der Klosterlandschaft zu beschäftigen.

Ein besonderes Highlight wartet im hinteren Ausstellungsraum: die digitale „Bärenhaut“, das Gründungsbuch des Stiftes Zwettl. Ausgewählte Seiten dieses historischen Werkes werden mithilfe moderner Technologie animiert – so kann man etwa Hadmar I. bei einem Umritt erleben. Ergänzt wurde dieses Erlebnis bei der Eröffnung durch eine VR-Station, bei der Besucher virtuell in die Welt der Waldviertler Karpfenteiche eintauchen konnten. Man „schwamm“ dabei mit den Fischen und erlebt das Abfischen aus einer völlig neuen Perspektive – eine immersive Darstellung, die vom Teichwirteverband entwickelt wurde.

Mit dem neuen Besucherzentrum verfügt Zwettl über einen weiteren attraktiven Ort, an dem Geschichte, Natur und Kultur auf innovative Weise vermittelt werden. Gleichzeitig bildet die Ausstellung den idealen Ausgangspunkt, um die einzigartige Klosterlandschaft anschließend auch direkt vor Ort zu erkunden.

Öffnungszeiten

Mo., Di., Mi. 8.00-15.30 Uhr

Do. und Fr. 8.00-17.00 Uhr

zusätzlich Mai bis Ende Oktober:

Fr. 13.00-16.00 Uhr

Sa., So. und Feiertag 10.00-16.00 Uhr

https://www.youtube.com/shorts/V3UzkbGsK-g