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Zisterzienserkirchen mit Fernwirkung?!

Liegen die nicht bescheiden und turmlos in einsamem Tal? Wie passen überhaupt klösterliche Abgeschiedenheit und das Wallen zusammen?

Tatsächlich sind Wallfahrtskirchen und die zugehörigen Wegenetze ein fester Bestandteil unserer historisch gewachsenen Zisterzienserlandschaften. Nicht selten überstrahlen heute die Wallfahrtskirchen das Kloster zu dem sie einst gehörten. Vierzehnheiligen ist dafür ein gutes Beispiel. Welcher Pilger weiß schon auf Anhieb, dass es zu Langheim gehörte?

Betrachtet man solche weithin sichtbaren Bauten wie die Kappel bei Waldsassen, den grünen Hügel bei Zdar nad Sazavou oder Maria Teinitz bei Plasy, wird schnell klar: man hat es mit einer gänzlich anderen Gattung zisterziensischer Architektur zu tun als bei den Klosteranlagen selbst. Stararchitekten wie Neumann, die Dientzenhofers und Santini schufen hier weithin sichtbare Zeichen des Glaubens in der eigentlichen Königsdisziplin barocken Bauens: dem Zentralbau.

Prof. Dr. Günter Dippold (Bezirksheimatpfleger Oberfranken), Christian Malzer und Dr. Rosa Karl bringen uns das Phänomen Wallfahrt im Kontext der zisterziensischen Kulturlandschaften näher. Das ehemals ebrachische Amtsschloss Burgwindheim ist kongenialer Veranstaltungsort. Die Blutswallfahrt in Burgwindheim wurde 2026 auf die Liste des immateriellen Kulturerbes Bayern aufgenommen.

Zum Abschluss der Veranstaltung begeben wir uns, gestärkt durch Zwiebelkuchen und fränkische  Trauben, mit Sigrun Philipp auf einen Ortsrundgang zur Heilig Blut Kapelle.

Veranstalter der kostenfreien Fortbildung ist die Klosterlandschaft Ebrach. Sie findet in Präsenz und in deutscher Sprache statt.

Anmeldung bitte unter cisterscapes@lra-ba.bayern.de – bitte unter Angabe, ob sie am Ortsspaziergang teilnehmen möchten und möglichst bis zum 22.10.2016

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